Grenzgängerroute Teuto-Ems

Grenzenloser Genuss auf historischen Wegen

km

Länge

Grenzen

und mehr

und mehr Stops

Grenzgängerroute Die Route

Radwandern zwischen Teutoburger Wald und Ems!


Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) hat die 148 Kilometer lange Rundroute im Jahr 2015 erstmals mit vier Sternen ausgezeichnet. Hier erlebt der Radfahrer allerlei Abwechslung: Burgen und Schlösser, Spargel und Schinken, viel Natur und zwölf Städte und Dörfer mit wechselvoller Geschichte. Mehrfach geht es über historische und aktuelle Grenzen, entlang alter Schmugglerpfade und Handelswege. Der Rundkurs, der sich auch bequem abkürzen und in drei Tagesrundkurse aufteilen lässt, verbindet die Regionen Osnabrücker Land, Ostwestfalen-Lippe und Münsterland. Alle drei sind ebenso bekannt für ihre tolle Radwegequalität wie auch für eine durchgängige, einheitliche Beschilderung.

Radeln auf Schmugglerpfaden
Grenzenloses Fahrradvergnügen – das ist bei dieser Tour durchaus wörtlich gemeint, denn der Rundkurs verläuft nicht nur abwechselnd zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sondern quert mehr als ein Dutzend Mal Kreis- und Gemeindegrenzen sowie eine historisch bedeutende Konfessionsgrenze. Klar, dass hier früher der Schmuggel blühte. Im 18. Jahrhundert wurde wertvolles Salz heimlich über die Grenzen transportiert.

Das alte Dreiländereck

Inmitten von Spargelfeldern, Erdbeerbeeten und Ackerland liegt das alte Dreiländereck. Wo heute die Kreise Gütersloh, Warendorf und Osnabrück aufeinanderstoßen, trafen früher die Grafschaft Ravensberg, das Fürstbistum Münster und das Hochstift Osnabrück aufeinander. Diese Grenze hatte es in sich, denn sie trennte die Menschen auf vielerlei Weise und trug zur Entfremdung der Nachbarn bei.

Mehr noch als die politischen Grenzen spielten Konfessionsunterschiede eine bedeutende Rolle. Während Füchtorf und Laer katholisch blieben bzw. im Zuge der Gegenreformation rekatholisiert wurden, waren Versmold und das Ravensberger Land bis 1945 nahezu rein protestantisch. Heute verläuft am Dreiländereck die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Auf den alten Grenzsteinen aber lassen sich das „P“ und das „H“ erkennen, die auf die alte Grenze zwischen Preußen und Hannover hinweisen.

Nicht immer waren sich die Nachbarn grün – davon zeugen bis heute die Iburg hoch über Bad Iburg und weitere Wehrbauten. Mehrfach erstürmt, wurde die Iburg während ihrer fast 1.000-jährigen Geschichte immer wieder neu errichtet und schließlich zur barocken Residenz der Osnabrücker Fürstbischöfe ausgebaut.

Zu den Grenzfestungen des Bistums Osnabrück gehörte auch Bad Laer, heute ein Heilbad mit idyllischem Kurpark, das für Erholung und Gesundheit steht. Drohte Gefahr, retteten sich die Bürger in den „Griese Torn“, den frühromanischen Kirchturm von St. Marien. In der Region gibt es weitere „Trutzbauten“ zu entdecken, z.B. Burg Ravensberg, hoch über Borgholzhausen, das Wasserschloss Loburg in Ostbevern und die außergewöhnliche Doppelschlossanlage Harkotten in Füchtorf.